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DIE IDEE DES TSD

Seit 2004 wird einmal im Jahr, immer zum Christopher Street Day in Dresden, der Trans Street Day gefeiert. Warum es diese besonderen Feiertage überhaupt gibt, soll hier geklärt werden.


Die Idee des TSD
DIE ENTSTEHUNG DES CSD

Der Name "Christopher Street Day" geht auf ein Ereignis im Jahre 1969 zurück. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni drangen Polizisten zu einer Razzia in die Schwulenbar "Stonewall Inn" in der New Yorker Christopher Street 53 ein. Das war damals keine Seltenheit, doch an diesem Tage setzten sich die Schwulen, Tunten und Trans* im Lokal zur Wehr. Im Zuge der Auseinandersetzungen kam es zu einer Straßenschlacht, bis berittene Polizisten die mehr als 200 Demonstranten auseinander trieben.


Die Christopher Street, Entstehungsort des CSD.

In den folgenden Tagen wiederholten sich die Auseinandersetzungen im Greenwich Village rund um das "Stonewall Inn". Viele Lesben und Schwule gingen auf die Straßen, um gegen die allumfassende Diskriminierung zu demonstrieren. Seitdem wird dieser Tag jährlich und mittlerweile auf der ganzen Welt zum Anlaß genommen, um Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern.


Die vier Plastiken im Park an der Christopher Street.

Als Ausdruck ihrer Emanzipation demonstrieren Schwule und Lesben auf dem Christopher Street Day auch Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Die CSD-Veranstaltungen in New York, Amsterdam, Köln, Berlin und anderen Großstädten gelten heute als kulturelle Höhepunkte mit teilweise mehreren 100.000 TeilnehmerInnen.


Die Idee des TSD
TRANS* UND DER CSD

Die Teilnahme von Trans* an diesen Veranstaltungen ist unter diesen umstritten. Einige distanzieren sich von der Teilnahme und verweisen dabei auf die Unterschiede zwischen sexueller Ausrichtung und Geschlechtsidentität. Viele nehmen jedoch an Paraden und mit Infoangeboten teil, da sie die Kommunikation und die Möglichkeit für die Öffentlichkeitsarbeit und die Plattform zum Stellen politischer Forderungen für wichtig halten. Und so ist auch seit einigen Jahren die Dresdner Gruppe transID an diesen Tagen sichtbar gewesen. An dem Wochenende des Cristopher-Street-Day wollen auch Trans* gemeinsam mit Schwulen und Lesben auf sich aufmerksam machen.


Auch Trans* macht in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam.

Trans* entspricht wenig den geläufigen Bildern von Mann und Frau in unserer Gesellschaft. Sie stoßen auf Ablehnung, Unverständnis oder Interesse am "Exotischen". Der Trans Street Day steht in erster Linie für die Forderung nach mehr Akzeptanz in der Gesellschaft und einer damit verbundenen größeren Entscheidungsfreiheit in der eigenen Lebensgestaltung. Mit dem Trans Street Day soll aber auch in historischer Perspektive darauf hingewiesen werden, dass Trans* beim Ursprung des mittlerweile weltweit begangenen CSD im Jahre 1969 in New York einen erheblichen Anteil hatten und trotzdem heute vergleichsweise wenig Beachtung finden.


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25.06.2009
Offenes Treffen zur
Auswertung im Rathaus
19:00 Uhr, Raum 3/013,
Dr.-Külz-Ring 19, Dresden



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